Erlanger Sternennacht 2017, die lange Einkaufsnacht

Auch in diesem Jahr ist unsere Brauerei-Genossenschaft mit einem Bierausschank mit dabei!

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Erlanger Frühling 2017, Sonntag bummeln und einkaufen

Auch in diesem Jahr ist unsere Brauerei-Genossenschaft mit einem Bierausschank beim Erlanger Frühling mit dabei!

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Kein Bier ist auch keine Lösung - Wir bei ROTER PUNKT freuen uns auf dich

Wie auch immer, kommt einfach im Dezember zu ROTER PUNKT. Da gibt es beides, denn wir begrüßen euch mit einer leckeren Flasche des Kultbiers 3x11 der Brauerei Weller aus Erlangen.

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Unser Ausflug zur Brauerei Göller am
15. Oktober

Es war beeindruckend zu sehen, wie dieses altehrwürdige, historische Gemäuer die hochmoderne Brauanlage kontrastreich umrahmt. Manche Teile konnten erst vor Ort ...

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In der NN: Erlangens Altstadtmarktpassage ...

Unser Newsletter wurde in der NN thematisiert ... Eigentlich sollte im Herbst letzten Jahres mit dem Umbau der Altstadtmarktpassage begonnen werden ...

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Reportage von Pia Schmitt - vom Jubiläum zur Genossenschaft

Erlangen hatte im 19. Jahrhundert den Ruf als „Stadt des Bieres“. Mit fast 30 Brauereien und einem guten Eisenbahnnetz ... eine Reportage über die Brauerei Weller ...

Die Geschichte der Brauerei Weller

Als das seit 1710 bestehende Altstädter Gemeindebrauhaus wegen technischer Überalterung langsam aber sicher seinem Ende entgegensah, suchten sich eine ganze Reihe von Erlanger Wirten, die bis dahin ihr Bier an der Wöhrstraße unter städtischer Aufsicht produzieren ließen, nach zukunftsweisenden Perspektiven. So kaufte Johann Adam Erich am 6. September 1811 das bereits 1730 erbaute Gasthaus „Zum goldenen Engel“ in der Neuen Straße 13 und richtete dort noch im gleichen Jahr eine Brauerei ein.

Zunächst durfte er nur für den eigenen Ausschank brauen, später bekam er auch die Erlaubnis, sein Fassbier „unter dem Reifen“ an Abnehmer außerhalb des Hauses zu verkaufen. Gelagert wurde der Gerstensaft im zur Brauerei gehörenden Felsenkeller am Burgberg, der heute noch allen Bergkirchweihbesuchern unter dem Namen Müller’s Bergstation oder Weller Keller ein Begriff ist. Oberhalb des Kellerhäuschens befand sich im 19. Jahrhundert auch der hauseigene Hopfengarten.

Der Onkel von Franz Erich

Johann Adam Erich war übrigens der Onkel von Franz Erich, dem Namensgeber der Erich Bräu Erlangen. Unter drei Erich-Generationen wuchsen die Ausstoßzahlen und die Betriebsflächen - die Anwesen Theaterplatz 16 und 17 kamen hinzu. Der Goldene Engel, im studentischen Sprachgebrauch nur „Erichei“ genannt, hatte seinerzeit Erlangens größten Tanzsaal.

1868 kaufte Adam Weller das gut gehende Gasthaus mit der Brauerei, die mit ihrem beliebten Versandbier auch am außerbayerischen Bierexport Erlangens beteiligt war. Schließlich war die Universitätsstadt aufgrund der kalten Burgbergkeller, der untergärigen Brauweise, dem hervorragenden Keupergrundwasser und einem stadtnahen Anbau von Sommergerste und Hopfen bis nach Skandinavien und Nordamerika für ihr gutes Bier bekannt, das ab den 1850er Jahren schnell und sicher via Eisenbahn in die weite Welt transportiert werden konnte.

Johann Weller

1877 übernahm der Sohn des Käufers, der Bierbrauer Johann (Hans) Weller den Betrieb und konnte sich in den Boomjahren der Erlanger Bierausfuhren über einen stabilen Absatz freuen. Auf dieser positiven wirtschaftlichen Basis gestaltete er 1883/84 das Gesamtanwesen völlig um. Er investierte in ein neues Brauhaus an der Neuen Straße; den Gastronomiebetrieb – jetzt „Wellerei“ genannt – verlegte er in das Anwesen Theaterplatz 16. So entstand Raum, um auf dem westlichen Nachbargrundstück Theaterplatz 17 ein repräsentatives, bürgerliches Wohnhaus mit einem Keller zu errichten, der weit in den Platz hineinragt. Nachdem Johann Weller die Brauerei 34 Jahre lang geführt hatte, wurde nach genau 100 Jahren im 1. Quartal 1911 an der Neuen Straße 13 zum letzten Mal ein Sud Bier gebraut.

Am 27. Mai 1911 meldete er die Brauerei aus dem Gewerbeverzeichnis ab. Grund dafür war der mit dem Rückgang des Bierexportes einsetzende Konzentrationsprozess im Erlanger Braugewerbe. Noch im gleichen Jahr schloss die Gaststätte „Weller`s Restauration“ ebenfalls. Zwangsläufig wechselte damals auch die Biermarke der „Windmühle“, einem beliebten Erlanger Rasthaus und Kanalschifffahrtslokal an der Bayreuther Straße mit eigenem Biergarten, Felsenkeller und Stallungen für die Treidelpferde. Der markante Gasthof am Hang des Burgbergs zwischen Eisenbahn, Fernhandelsstraße und Ludwig-Donau-Main-Kanal war eines der gastronomischen Aushängeschilder der Brauerei Weller.

Und das niederländische Königshaus

Braumeister Johann (Hans) Wilhelm Weller, der den elterlichen Betrieb im Jahr 1911 nicht weiterführte, blieb der Bierherstellung als technischer Leiter der „Zuid-Hollandsche Bierbrouwerij“ Den Haag treu. Für die unter dem Kürzel „ZHB“ in ganz Holland bekannte und beliebte Hoflieferantin des niederländischen Königshauses war er bis ins Jahr 1944 tätig.

So ist es nun seit dem Jahr 2011 an unserer Generation, die Geschichte der Brauerei Weller Erlangen aufzugreifen und im Sinne des doppelten Gedenkens an die Brauereigründung 1811 und die Produktionseinstellung 1911 an diese zu erinnern.

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